Wer ich bin

Ich komme ursprünglich aus Brasilien und lebe seit 1991 in Hamburg. Nachdem ich das Studienkolleg in Hamburg besuchte, um die Prüfung zur Feststellung der Hochschulreife in Deutschland abzulegen, studierte ich bis 2003 Ethnologie als Hauptfach in der Universität Hamburg. Meine Nebenfächer waren Journalistik und Vor- und Frühgeschichte.

Gleich nach meinem Studium begann ich 2004 meine Promotionsforschung. Dessen Thema „Die Nutzung des Internet durch die brasilianischen Indigenen“ führte mich in das  brasilianische Amazonasgebiet, zum Bundesstaat Acre, wo ich kontinuierlich bis zum Jahr 2017 geforscht habe.

Auch wenn ich meine Promotionsforschung im Jahr 2007 abschloss, entschied ich mich weiterhin im Gebiet des oberen Juruá Flusses weiter über die Umweltwahrnehmung zwischen den unterschiedlichen Gruppen von indigenen und nicht-indigenen Bewohnern zu forschen, um mich in der Thematik der Umweltanthropologie zu spezialisieren.

Während zu meiner Promotionszeit mein Fachgebiet noch die Medienanthropologie war, entschied ich mich im Nachhinein, eine neue Forschungsrichtung einzuschlagen. Die Umweltthematik wurde dann zum Fokus meiner Forschungsarbeiten. Ein wichtiger Grund hierfür war, dass ich bei den Ashaninka-Indigenen vom Fluss Amônia in Brasilien gelernt habe, die Umwelt bewusst wahrzunehmen und gemeinsam Strategien für eine nachhaltige Entwicklung zu finden, lokal aber auch global. Eine wichtige Erkenntnis war auch, dass der Schutz sowohl der Natur als auch der Rechte indigener Völker zusammen gesehen werden müssen, insbesondere bei politischen und ökonomischen Entscheidungen.

Seit meiner Promotionsforschung und meiner Arbeit in Universitäten erkannte ich, dass ich als Ethnologin nicht nur auf Theorien beschränken sollte. Durch meine Forschung sah ich die Notwendigkeit, selbst einen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten und in den aktuellen Diskussionen über wirtschaftliche nachhaltige Entwicklung, Ressourcennutzung sowie die Lösung von Konflikten direkt mitzuwirken.

Die Begegnung mit dem Volk der Ashaninka des Flusses Amônia in Brasilien veränderte mein Leben auch im Hinblick auf meine berufliche Entwicklung. So beschloss ich Forschung mit Entwicklungsarbeit zusammen zu bringen, um Lösungen und Strategien herauszuarbeiten, um dem Umweltschutz und einer nachhaltigen Entwicklung beizutragen.

Seitdem ist mein Ziel, in den Bereichen Umweltschutz, Menschenrechte und nachhaltige Entwicklung tätig zu sein und in Projekten mitzuwirken, die diese Punkte als Ziele verfolgen. Meine Vision ist es, mit meinen Kenntnissen und Erfahrungen einen Beitrag für eine bessere Welt zu leisten.

eu

März 2005, als ich zum ersten mal auf dem Juruá flussaufwärts reiste.